Wagner: Faust-Ouvertüre
Neben seinen Meisterwerken ist diese Nicht-Opern Ouvertüre leider ziemlich vergessen.
Esprit in Melodie, Rhythmik und Harmonie.

Coleman: Symphonie 1
Der Rockmusiker, der vor allem durch Killing Joke (Tödlicher Witz) bekannt wurde, hat eine ziemlich spannende Symphonie geschrieben, die wegen der Eingängigkeit auch sehr gute Filmmusik sein könnte.

Bruch: Symphonie 3
Von Bruch kennt man „nur“ durch dessen Standardwerk, des ersten Violinkonzerts. Und vielleicht noch das Kol Nidrei, einem schönen Werk für Violoncello. Aber die Sinfonien? Vergessen! Doch WARUM? Die 3. ist eine wahre Perle.

Dvorak: Symphonie 4
Dvorak ist vor allem bekannt durch die 9. Symphonie „Aus der neuen Welt“. Auch die 7. und 8. Symphonie werden oft aufgeführt. Ziemlich vergessen sind leider die Anderen: Und diese sind m.E. alle außerordentlich gut.
Insbesondere die „slawische“ Aura mit Ihren mitreißenden Melodien und Rythmen der 4. und 5. Symphonie sollten im Stammrepertoire der Orchester sein.

Rott: Symphonie
Rott hat nur diese eine Symphonie geschrieben und sich dann, noch früher als viele andere Musikgenies, in eine bessere Welt verabschiedet. Das war wirklich nicht gut: Denn wenn es so weiter gegangen wäre, wie diese erste Symphonie… ...Rott wäre vermutlich ins Pantheon der größten Symphoniker eingezogen.

Glass: Itaipu
Sein Vokalwerk Itaipu ist (fast) ebenso fesselnd wie das Carmina Burana von Orff (wenn
man sich daran nach 4628 Wiederholungen satt gehört hat).

Sviridor: Wintersturm
Ein prickelnder Rhythmus, durch Schlagzeug untermalt, und eine kantable Melodie prägen dieses Werk. Immer wieder gerne, obwohl es sich sicher nicht um ein musikalisches Meisterwerk handelt.

Martin: Polyptique
Ein "Neutöner", der ein begeisterndes Werk jenseits der tonalen Grenzen schrieb und
dennoch "Ameisen auf dem Rücken" zu erzeugen vermag. Das Werk ist allerdings kein „Pomp & Circumstances“-Marsch von Elgar…

Im Bereich außereuropäischer klassischer Musik gibt es eine Reihe von Werken, die hörbar anders sind und DENNOCH nicht gezwungen anders dahertönen (aus unserem
musikalischen Blickwinkel betrachtet).
Aus Japan, der Türkei, China und selbst der kulturärmsten Nation des Erdballs kommen erstaunlich uneklektizistische Werke:
Saygun: Symphonie 1
Barber: Violinkonzert
Ohzawa: Klavierkonzert 3
Yun: Symphonie 5
Ravi Shankar: 1. und 2. Sitar-Konzert sowie Morgenliebe

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