Alternativer Risikotransfer (ART)

Neben den Instrumenten Factoring, bei dem neben dem Finanzierungs-Modul auch eine Delkredereabsicherung subsumiert ist sowie der eigentlichen Delkredereversicherung (Kreditversicherung), so finden auch alternative Instrumente zum Risikotransfer und als Kreditsubsitute, die auch im Mittelstand Anwendung finden:

Zum Einen wird an dieser Stelle das sog. „Asset backed Securities“ vorgestellt, das Forderungspools zusammenstellt und mittels Derivaten so strukturiert werden, dass die Wertpapiere mit (vermeintlich) hoher Sicherheit am Kapitalmarkt plaziert werden können.

Viele Unternehmen nutzen auch eine Zusammenarbeit (bzw. korrekter als erweiterten Distributionskanal) mit Verbänden und Kontoren, die sich mittels der delkredereübernehmenden Zentralregulierung organisieren. Oft ist die entsprechende Delkredereabsicherung allerdings nicht freiwillig, sondern muss - mit entsprechenden Zusatzkosten - bezahlt werden.

Ein dem Factoring ähnliches Instrument ist die Forfeitierung.
Auch die unter Delkredereversicherung (Kreditversicherung, WKV) behandelte XL-Police (auch Katastrophen-Kreditversicherung mit Ihren Variationen) ist i.w.S. ein ART-Instrument.
Der Begriff ART wird verschiedentlich auch im Zusammenhang des Kapitalmarktes als Risikoträger gesehen.

In diesem Begriffsfeld werden dann Absicherungs- und Finanzierungslösungen abseits der (Erst-) Versicherer-Rückversicherungsdimension festgestellt, also beispeilsweise sog. „(Offshore-) Captive-Lösungen“, bei denen Zweckgesellschaften über spezielle Konstruktionen strukturierte Forderungsbestände kaufen und Wertpapiere emittieren.

ART findet zwar vor allem bei Großunternehmen im Riskosegment Assekuranz Anwendung, kann aber über spezielle Instrumente auch für den Mittelstand angeboten werden.


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